Schreib für Freiheit: Der Amnesty-Briefmarathon 2020

Jeder Brief zählt! Bis zum 23.12. können Sie sich hier für Menschen in Not und Gefahr in 10 Ländern einsetzen!

Zum Beispiel für Nassima al-Sada aus Saudi-Arabien, eine von vielen bekannten Aktivistinnen, die gegen die Unterdrückung und für die Freiheit saudischer Frauen vor männlicher Bevormundung kämpfen und z.B. gefordert haben, dass Frauen Auto fahren dürfen. Ihr mutiges Engagement hat dazu geführt, dass sie 2018 inhaftiert, isoliert und misshandelt wurde.

Auch der Journalist Khaled Drareni aus Algerien wurde bereits viele Male inhaftiert und sitzt nun seit März 2020 erneut in Haft, weil er über friedliche Demonstrationen der oppositionellen Hiram-Bewegung in Algerien berichtet hatte. Für Jani Silva aus Kolumbien müssen dringend Schutzmaßnahmen getroffen werden. Sie wird verfolgt, von Unbekannten eingeschüchtert und mit dem Tode bedroht, weil sie sich für die Rechte der Menschen in einem kleinbäuerlichen Reservat im Amazonasgebiet und für den Schutz des Regenwalds engagiert, indem sie gegen dort agierende Erdölkonzerne kämpft. Idris Khattak aus Pakistan ist Experte für das Thema „Verschwindenlassen“. Er hat dieses völkerrechtliche Verbrechen jahrelang für Amnesty International und Human Rights Watch dokumentiert. Nun ist er selbst verschleppt worden und müsste, vor Gericht gestellt und schuldig gesprochen, mit 14 Jahren Gefängnis oder sogar der Todesstrafe rechnen.

Zu diesen und allen weiteren Personen finden sich Hintergrundinformationen und kurze Appellbriefe zum Abschicken online auf der Webseite http://www.briefmarathon.de In den Briefen werden die verantwortlichen Regierungen aufgefordert, ihre Verpflichtungen ernst zu nehmen und die Menschenrechtsverletzungen zu beenden.

Wegen der coronabedingten Einschränkungen müssen wir dieses Jahr auf unseren Infostand im Weltladen verzichten. Statt dessen haben wir eine Aktion mit Abstand und Plakaten in der Stadt organisiert. Dazu sind Artikel in der Gelnhäuser Neuen Zeitung und in den Online-Zeitungen Vorsprung Online und Kinzig.News erschienen.

10. Dezember 2020