Rüstungsexporte und Menschenrechte

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Vortrag und Diskussion mit Kai Hüwelmayer

Weltweit befinden sich zu viele Waffen in den falschen Händen. Unverantwortliche Rüstungstransfers tragen zur Verschärfung dieser Situation und damit zur Verschlimmerung der Lage der Menschenrechte bei. In ca. 60% der von Amnesty International dokumentierten Fälle von Menschenrechtsverletzungen werden sogenannte kleine und leichte Waffen verwendet. Auch Deutschland gehört zu den fünf größten Waffenexporteuren der Welt.
Dennoch tut sich einiges in letzter Zeit. Ende Dezember 2014 trat der UN-Waffenhandelsvertrag (ATT) in Kraft, für den sich Amnesty International jahrzehntelang stark gemacht hatte, und auch in Deutschland gibt es erste Anzeichen einer höheren Sensibilität dem Thema gegenüber.
An diesem Abend wird das Problem unverantwortlicher Rüstungstransfers anhand vieler Beispiele vor Augen geführt. Ein Überblick über die internationale Entwicklung, insbesondere des ATT, wird geboten. Die Situation in Deutschland wird dabei immer wieder eine wichtige Rolle spielen. Der Referent Kai Hüwelmeyer, Mitglied bei Amnesty International und dort seit einigen Jahren in der Themengruppe „Wirtschaft, Rüstung und Menschenrechte“ aktiv, ist Physiker und Philosoph. Dort liegen seine Schwerpunkte in Moral- und politischer Philosophie. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bildungspartner Main-Kinzig statt.

Hintergrundinformationen zum Thema:
Der Kampf für Kontrollen des globalen Waffenhandels
Irak: Wie der „Islamische Staat“ zu seinen Waffen kam
Weitere Themenberichte
Zeitungsartikel über die Veranstaltung:
Artikel aus dem GT vom 05.03.2016
Artikel aus der GNZ vom 05.03.2016, Seite 1
Artikel aus der GNZ vom 05.03.2016, Seite 2

16. Januar 2019